Das Ahrtal
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Blick vom Aussichtspunkt Sonderberg oberhalb von Dernau nach Westen

Das Ahrtal
Ein vielseitiges Landschaftsbild bietet das Ahrtal in seinem Verlauf von der Quelle in Blankenheim bis zur Mündung in den Rhein bei Sinzig. Den Oberlauf der Ahr prägt die sanfte Hügellandschaft der Eifeler Kalkmulden, ab Pützfeld hingegen fräßte sich der Fluss regelrecht durch das dortige Schiefergebirge.

Tipp: Auf dem Ahrradweg lassen sich heute recht komfortabel die etwa 89 km der Ahr in ihrem Tal erkunden. Bei einem Gefälle von ungefähr 4 m auf 1 km erwarten den Radwanderer keine besonderen Steigungen. Leider muß an der oberen Ahr zwischen Dümpelfeld und Blankenheim ein Abschnitt auf der Landstraße zurückgelegt werden. >>www.ahr-radtouren.de

Das Rheintal hatte sich bereits seit dem frühen 19. Jahrhundert als touristisches Ziel etabliert, als Vertreter der Romantik das Ahrtal entdeckten. Fanden sich hier doch die gleichen Motive, die als typisch für die Rheinromantik gelten: ein tief eingeschnittenes Tal, auf dessen Höhen Burgruinen von vergangenen Zeiten kündeten, wildromantische Landschafts-Ansichten und nicht zuletzt der Weinbau. Der Schriftsteller Gottfried Kinkel durchwanderte mehrmals das gesamte Ahrtal und veröffentlichte 1845 seine Reiseeindrücke (Kinkel, Gottfried: Die Ahr. Landschaft, Geschichte und Volkskunde. Zugleich ein Führer für Ahrreisende. Bonn 1845).

Tipp: Ein kleiner Spaziergang entlang der Ahrschleife um den Langfig bei Altenahr, abseits der Verkehrsachsen, vermag den "wildromantischen" Aspekt sehr schön zu vermitteln. Das artenreiche Gebiet steht unter Naturschutz.
>>mehr über das Langfigtal

Bereits die Römer schätzten wohl die Siedlungs-Qualitäten dieser Region, wie das Museum Roemervilla in Ahrweiler eindrucksvoll dokumentiert. Das stattliche Herrenhaus zählt zu den bedeutendsten römischen Ausgrabungen nördlich der Alpen. Vermutlich hatten die Römer bereits Wein angebaut. (www.museum-roemervilla.de)
Eindeutig belegt ist dies jedoch erst für das Jahr 770, durch eine Quelle aus der Abtei in Prüm, in der mehrere weinabgabepflichtige Güter im Ahrtal verzeichnet sind.

Im Mittelalter waren im Ahrtal die Herrschaftsverhältnisse wenig umstritten und relativ stabil. An der oberen Ahr sorgten die Grafen von Blankenheim, an der mittleren Ahr die Grafen bzw. späteren Herzöge von Aremberg und im unteren Verlauf das Erzbistum Köln für vergleichsweise friedliche Verhältnisse. Ahrweiler wurde zur Mithauptstadt von KurKöln ernannt (Literaturtipp zu Ahrweilerr > Klein, Hans-Georg: Ahrweiler.).
Im dreißigjährigen Krieg (1618-1648) wurde das Ahrtal zu einer Marschroute so mancher Heerhaufen vom Rhein zur Eifel bzw. in umgekehrter Richtung und wiederholt verwüstet. Auch die Raubkriege Ludwig XIV. brachten der Eifel und dem Ahrtal Not und Zerstörung. 1689 wurden alle übriggebliebenen Burgen im Ahrtal gesprengt.

Ruhigere Zeiten erlebte das Ahrtal nach den napoleonischen Kriegen als Teil der preußischen Rhein-Provinz. 1858 stieß Georg Kreuzberg auf die Apollinarisquelle, damit setzte eine neue, touristische Entwicklung ein. In deren Folge avancierte Bad Neuenahr Anfang des 20. Jahrhunderts zu einem der mondänsten Badeorte Europas (Literaturtipp zu Bad Neuenahr > Schönewald, Heinz: Bad Neuenahr.).

"Ahr 2000" lautet die schlichte Bezeichnung für ein großangelegtes Renaturierungsprogramm an der oberen Ahr im Kreis Euskirchen. Ziel ist, die Lebensbedingungen wildlebender Tiere und Pflanzen nachhaltig zu verbessern und das Gewässersystem zu schützen. Der Versuch, den Lachs wieder in der Ahr anzusiedeln, war bislang noch nicht erfolgreich, nicht zuletzt wegen der Holländer, die zurückkehrende Lachse bereits im Unterlauf des Rheins wegfischten, so sagt man. Bei den Kalkmagerrasen und ihrer Wildblumenpracht beispielsweise ist das Projekt erfolgreicher, traditionelle Bewirtschaftung durch Schafbeweidung und strenge Auflagen für die landwirtschaftliche Nutzung erhalten ihren Artenreichtum. Mehrere Wanderrouten erschließen diesen Naturraum.
Ausführliche Informationen zu dem Projekt und den Wanderungen gibt es unter
> www.ahr-2000.de.

Heute gehört das Ahrtal mit seinem Dreiklang aus Kulinaria, dem Wellness und Fitness-Angebot sowie seiner Natur zu einer der herausragenden Freizeit-Regionen im Rheinland.
www.bahn.de/dauer-spezial

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