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Burg Are
     
Vom Promi-Knast zum Romantik-Highlight
    Highlights im Ahrtal

     

Vom Rotweinwanderweg aus bietet sich ein malerischer Blick über Weinberge, die gut erhaltene Ruine von Burg Are und die Felsenlandschaft bei Altenahr. Dieses Panorama faszinierte schon in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts Reisende, denn in dieser Zeit der Romantik besaßen wilden Landschaften und schaurige Ruinen einen herausragenden Stellenwert. Und so pilgerten auch Literaten, Maler und Kupferstecher an diesen Ort und vermittelten ihre Begeisterung einem breiteren Publikum. Am Anblick der Ruine von Burg Are entzündete sich der moderne Tourismus im Ahrtal.

Ponsart Burg Are 1831
Burg Are und das Weiße Kreuz. Stich von Ponsart, 1831

Burg Are 1898
Es bleibt der klassische Blick. Fotografie von 1898

Um 1100 herum ließ Graf Theoderich I. von Are (das Geschlecht nannte sich nach dem Fluß) diese Burg errichten, nachdem der vorherige Sitz in Altenburg (heute ein Ortsteil von Altenahr) zerstört worden war. Die erste urkundliche Erwähnung datiert in das Jahr 1121. Nachdem die besitzende Familienlinie ausgestorben war, gelangte Friedrich von Are-Hochstaden, Probst in Xanten, in den Besitz von Burg Are. Sein Bruder, Friedrich I. von Are-Hochstaden, war von 1238 - 1261 Erzbischof von Köln. Er war es, der den Grundstein für den heutigen Dom legte. Wie auch immer die familiäre Kungelei ausgesehen haben mag, jedenfalls kam es 1246 zur "Hochstadenschen Schenkung", Burg Are ging in den Besitz des Erzbistums über.

Burg Are Gymnicher Porz
Aussicht vom Burgfried in das Langfigtal

Burg Are Burgkapelle
Die romanische dreischiffige Doppelkapelle ist eine Besonderheit. Hier konnten die Herrschaften getrennt vom Volke an der Messe teilnehmen

 

Im 14. und 15. Jahrhundert wurde die Burganlage modernisiert und deutlich erweitert. So mancher Kölner Patrizier, der dem Erzbischof nicht genehm war, machte in dieser Zeit Bekanntschaft mit dem Kerker dort. In späterer Zeit stieg der Finanzbedarf des kurfüstlichen Erzbischofs und Burg Are wurde wiederholt verpfändet. Pfandnehmer waren oft die Verwalter, die Burgmänner. Diese hatten vorrangig ihren Profit im Sinne und investierten weniger in den Erhalt. Dennoch konnte die Burg 1690 einer Belagerung französischer Truppen neun Monate wiederstehen, bevor diese stark zerstört eingenommen wurde. Die Franzosen zogen 1697 ab um nach vier Jahren schon wieder zu kommen. Erst 1706 zog dann wieder eine kurkölnische Besatzung ein, die aber die Bevölkerung der Umgebung derart drangsaliert, dass der Erzbischof Kurfürst Joseph Clemens von Bayern 1714 gegen seine eigene Befestigung vorging und die Mauern sprengen ließ. Burg Are verfiel zunehmend und wurde wie so üblich als Steinbruch genutzt. Das gut erhaltene Amtmann-Haus am Fuße des Burgberges ist auch aus Resten der Burg Are entstanden.

Burg Are Gymnicher Porz
Unterhalb der Hauptburg sicherte die "Gymnicher Porz" den Zugang, Sitz eines Burgmannes

Nachdem von 1997-1999 die Gemeinde Altenahr umfangreiche Sicherungs- und Sanierungsarbeiten durchführen ließ, konnte die Ruine wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Burg Are steht unter Denkmalschutz und ist ein schützenswertes Objekt nach der Haager Konvention.


 
   

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Buchtipp

Burgen und Adel im Ahrtal


AHRTALKOMPAKT
Burgen und Adel im Ahrtal

Hedwig Gräfin Schweinitz
96 Seiten, 16 x 11,5 cm, Broschur
ISBN 978-3-943123-11-1
3,50 €
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