Ahrtalreise Home l Kontakt l Impressum & Datenschutz
Ahrtal
Wein & Kulinaria l Wandern & Freizeit aktiv l Wellness & Kur
Highlights l Feste l Orte l Themen l Ahrtal-Bücher


     
Die Tumba der
Katharina von der Marck
     
Steinernes Zeugnis einer märchenhaften Liebe      

     
Wer sich ein wenig abseits der touristischen Hauptrouten in Mayschoß die ansteigende Dorfstraße hinauf begibt, stößt auf die katholische Pfarrkirche St. Nikolaus und Rochus. Bis auf den Turm war die alte Kirche ab 1906 abgetragen und neu errichtet worden, die Einweihung des heutigen Baus erfolgte 1912. Wer die Kirche betritt trifft unvermittelt auf ein auffälliges Hochgrab aus schwarzglänzendem Mamor, welches sich am westlichen Ende des Mittelschiffs befindet. Es handelt sich um das 1646 fertiggestellte Grabmal der Gräfin Katharina von der Marck. Die Tumba befand sich früher im rechten Seitenschiff.

Die Deckplatte zeigt eine junge Frau, mit offenem Haar, gekleidet in einem faltenreichen Gewand und einem prächtigen Hermelinmantel, zu ihren Füßen liegt ein Hund, bei adligen Frauengräbern ein Sinnbild der Treue.

Katharina verstarb früh, mit gerade mal 23 oder 24 Jahren. Sie war bereits die dritte Frau des Grafen Graf Ernst von der Marck und Schleiden, Baron in Lümay und Serein, Herr in Kerpen und Saffenburg u.a., der sie 1641 heiratete. Das Paar hatte vier Kinder, zwei Söhne und zwei Töchter.

Katharinas Lebensgeschichte hat etwas vom Aschenputtelmärchen. Sie lebte auf Schloss Schleiden als Magd, wie ihre Mutter, und war unehelich geboren, als der Graf nach dem Tod seiner zweiten Frau auf sie aufmerksam wurde. Er hätte die junge Magd auch einfach zu seiner Mätresse machen können, was in adligen Kreisen nun nicht gerade selten vorkam. Graf Ernst muss aber mehr als nur angetan gewesen sein, er ließ Katharina von niederen Arbeiten befreien und ermöglichte ihr eine angemessene Bildung. Gegen viele Widerstände fand 1641 die Hochzeit statt. Der Graf kämpfte acht Jahre, bis diese Ehe durch eine Urkunde des Papstes Innozens X. 1649 als legitim anerkannt wurde, Katharina war da bereits vier Jahre verstorben.

Am 12. Februar 1654 starb Graf Ernst von der Marck mit 64 Jahren auf Schloss Schleiden. Testamentarisch hatte er verfügte, dass er in Mayschoß neben seiner "geliebtesten und getreuesten" Gemahlin bestattet werden möchte. Sein Grab ist nicht mehr erhalten.
 
   



 

 






l l l l
 

       

Auf ahrtal-reise.de
Wein & Kulinaria

Wandern & Freizeit aktiv
Wellness & Kur
Highlights
Feste
Orte
Themen
Bücher über das Ahrtal
Impressum & Datenschutz
Home

 

Partnerprojekte
www.eifel-reise.de
www.region-nationalpark-eifel.de
www.erlebnis-rheinland.de
www.gaasterland-verlag.de

  Eifel-Verlag
l Ahrtal_neu l
 
© Eifel-Verlag 2014 - 2016